Hi, ich bin Julian, interdisziplinärer Designer und lehre als Künstlerischer Mitarbeiter an der Ostfalia HaW Braunschweig/Wolfenbüttel im Bereich Interaktive Medien. Außerdem bin ich Teil von Froh! und realisiere als Mitgründer des Studios Knopfauge Projekte im Interaktions- und Grafikdesign. Meine persönliche Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Gesellschaft und Technologie.
Ausstellungen: Meine Arbeiten waren unter anderem im Lippischen Landesmuseum Detmold, in der Rasselmania Kunsthalle Hildesheim und auf der Tbilisi Architecture Biennial ausgestellt.
Spall Serif GrafikdesignExperiment
Spall Serif (at) ist eine Display-Font, die durch den methodischen Einsatz von sich ausweitendem Betonamit gestaltet wird und sich im Spannungsfeld zwischen feinen Serifen und brachialer Methodik einordnet. Risse dehnen sich in einem zeitlich begrenzten Rahmen aus und garantieren so das Potenzial verschiedener Schnitte oder Variabilität. Das Konzept beruht auf der Auseinandersetzung mit der Materialität und Zerfall von Beton, woraus sich Transformationsprozesse als gestalterisches Potenzial entpuppen. Das Konzept entstand im Rahmen eines Wettbewerbs von Velvetyne und ist eine Zusammenarbeit mit Moritz Winkler.
Latali Records GrafikdesignWeb
Um einerseits die kulturellen Schätze Latalis (Georgien) zu sichern und andererseits eine nachhaltige Form von Tourismus zu fördern entstand das Projekt The Latali Records. Über Froh! und mit Förderung der Heinrich Böll Stiftung wurde eine interdisziplinäre Feldforschung zur Untersuchung und Archivierung regionaler Merkmale mit dem Fokus auf Design, Architektur und Anthropologie durchgeführt. Beteiligt waren Studierende der Ostfalia HaW, Tbilisi State University und Tbilisi Free University. Link zur Website
Zäune Installation
Die Installation zeigt einen zwei Kilometer langen Abschnitt eines innereuropäischen Grenzzaunes, der motorbetrieben an den Betrachter*innen vorbeizieht und so die unnachgiebige Präsenz und Alltäglichkeit von Grenzen in den Fokus rückt. Durch die Inszenierung als endloses Förderband wird die Unausweichlichkeit der Ausgrenzung erfahrbar gemacht und Fragen nach Kontrolle und Zugehörigkeit aufgeworfen. Als bewusst unpolitische Arbeit gedacht, erlaubt sie jedoch keine Flucht vor der Konfrontation mit den symbolischen und landschaftlichen Auswirkungen solcher Zäune auf unsere gestaltete Umwelt.
Short Cuts AusstellungKuratierung
Die Ausstellung zeigt kritische Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design in der Rasselmania Kunsthalle Hildesheim. Acht Positionen junger Künstler:innen und Designer:innen kuratiert von Dr. Heike Hümme, Raphael Stajer und Julian Knigge.
Benchscapes AusstellungInstallation
Die Ausstellung thematisiert am Beispiel von Bänken im öffentlichen Raum das Verhältnis zwischen deren Gestaltung und der geografischen Lage sowie soziokulturellen Faktoren. Während mehrerer Forschungsreisen im westlichen Balkan wurden dafür Daten gesammelt und anschließend ausgewertet. Dabei wurden auch die kontrollierenden Eigenschaften gebauter Umwelten betrachtet, um zu verstehen, wo hier die gestaltungsbasierten Einflüsse auf uns und unser Verhalten liegen. Scheinbar banale Objekte wie Bänke können weitaus mehr sein, als praktische Sitzgelegenheiten – Sie vermitteln Identitäten und kommunizieren komplexe Botschaften, die letztlich das soziale Zusammenleben betreffen.
Bildband: Benchscapes GrafikdesignForschung
Betrachtet man beispielsweise Europa, lässt sich feststellen, dass sich der Stil von gebauten Umwelten regional stark unterscheidet. Dabei stellt sich die Frage, welchen Einflüssen die Gestaltung der von Menschen geformten Umwelt unterliegt. Wie wirken sich geografische und soziokulturelle Faktoren auf das Design von Lebensumfeldern aus. Welchen Effekt haben Geofaktoren, Traditionen, politische und wirtschaftliche Hintergründe, soziale Verhaltensweisen und die voranschreitende Globalisierung? Von diesen Fragen geleitet werden in dem Bildband Benchscapes auf 240 Seiten typologische Betrachtungen öffentlicher Bänke im westlichen Balkan abgebildet.
Fairbrick ProduktdesignExperiment
Das Konzept Fairbrick versteht sich als Social Design Prozess und soll ermöglichen, dass gestalterisch ansprechende Systembausteine nicht-industriell von praktisch jedermann kostengünstig und nachhaltig per Gussverfahren gefertigt werden können. Die dafür notwendige Gussform soll zum Selbstkostenpreis erworben oder nach einem öffentlich zugänglichem Design hergestellt werden können.
Höhenangst Installation
Eine interaktive Installation um Höhenangst erfahrbar zu machen (Bewegtbild und Ton).
Rectainer Produktdesign
Der Rectainer (record-container) ist ein Möbelstück, welches aus nachhaltigen Materialien, wie Eichenholz und Acrylglas-Recyclat gefertigt werden kann und Platz für bis zu 120 LPs bietet. Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten sind stets mehrere Cover gleichzeitig zu sehen, wobei der Zugriff auf die Platten uneingeschränkt möglich ist. Er ist modulmäßig erweiterbar und lässt sich mit Zusatzbauteilen auch für weitere Zwecke nutzen.
Impressum
Diensteanbieter:
Julian Knigge
Giersbergstraße 8
38102 Braunschweig
hallo@julianknigge.de
Inhaltlich verantwortlich:
Julian Knigge
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